Auf dem Verband stand das magische Wort Thriller. Gut, bisschen Spannung kann ich gut vertragen, dachte ich mir. Aber leider lag ich falsch, da ich Seite für Seite auf das Fürchten vergebens gewartet habe.Das Hauptmotiv des Buches, die historischen Rollenspiele, fand ich interresant. Junge Menschen, alle von dem 14.Jahrhundert begeistert, verkleiden sich in die Kostüme des Ritters, Burgfräuleins, Gastwirts, der Zauberfrau und anderen und wollen in abgeschiedenem Wald ohne der heutigen Technik und nur mit dem Equipment, das schon im Mittelalter vorhanden war, eine Woche die damalige Zeit nacherleben. Wahrscheinlich habe ich dank des Bezeichnungs Thriller gehofft, dass im Laufe der Zeit eine Reise in die Vergangenheit stattfindet, und aus dem Spiel ein echtes Abenteuer wird. Da hat sich die Autorin aber für andere Richtung entschieden, was aber der Mühe, die sie sich mit dem Ausdenken des Rollenspiels gemacht hat, nicht wert war. Zuerst ging die Autorin um den heissen Brei herum, wir, die Leser, durften die Hauptfiguren kennenlernen, die Beschwernisse der Anreise in den Wald mitmachen und man musste schon sehr viele Seiten des Buchs lesen, bis es
interresanter wurde. Sobald die kleine Chance entstand, sich zu fürchten, war es auch schon vorbei, weil jedem Leser, der nicht auf eigener Leitung sitzt, musste klar sein, wer hinter den ganzen Unangenehmlichkeiten steckt. Also keine Überraschungen, nur langweilen bis zur letzten Seite. Mindestens für Erwachsene Leser ist dieses Buch nur dazu gut, die Zeit totzuschlagen. Aber nach längerem Überlegen bin ich zu dem Fazit gelangt, dass für die Kinder, die 12 oder 13 Jahre alt sind, könnte es zwischendurch Spannend sein und auch lernhaft, da man doch ein Bild des Mittelalters vermittelt bekommt.
Für mich war die Enttäuschung gross und mit ihr kam auch die Angst. Endlich. Leider hat die Angst nichts mit Saeculum zu tun. Es ist nämlich die Angst, dass der dritte Teil der obengenannten Trilogie genauso unbefridigendes Gefühl auslösen wird, wie dieses Buch.
Habe nur ich das Gefühl, das in letzter Zeit auch tolle Themen schlecht verarbeitet werden? Als ob die Autoren schnell etwas produzieren wollten, ohne sich die Zeit zu nehmen, dem Ganzen einen Schliff zu verpassen
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